Bonjour d‘Aÿ!

Tag 7: Dienstag, 12. Dezember – Reims

Der letzte gemeinsame Tag begann leider mit einer schlechten Nachricht: Eine unserer Schülerinnen fühlte sich nicht gut, weshalb sie mit ihrer „Corres“ zuhause blieb und den Tag im Bett verbrachte. Zum Glück hörte sie sich abends bereits besser an…

Für die übrigen Schüler stand die Stadt Reims auf dem Programm. Reims ist vor allem für seine Kathedrale bekannt, in der nach dem Urvater der Franken, Chlodewig I. (Clovis), fast alle französischen Könige gesalbt wurden. So war es nicht verwunderlich, dass der Schulbus die Gruppe direkt an der Kathedrale absetzte und diese gleich besichtigt wurde. Sie beeindruckt durch ihre Helligkeit und die wunderschönen Fenster. Im Anschluss konnten im Sitz der Erzbischöfe nebenan noch Wandteppiche, Gewänder für die Krönungen und Kronjuwelen besichtigt werden.

Über Mittag hatten die Schüler dann Zeit, sich ein wenig in Reims umzusehen. Sie entschieden sich für das kleinste Abenteuer und aßen bei „MacDo“ – dem Schnellrestaurant mit dem goldenen M. Außerdem hielten sie sich vor allem auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Kathedrale und in der angrenzenden Fußgängerzone auf.

Schließlich ging es mit dem öffentlichen Bus zum Bowling. Gestärkt durch Popcorn, Getränke und voller Motivation wurden die Kugeln auf die Bahn gebracht. Dabei zeigten sich einige starke Talente; vor allem genossen die Jugendlichen aber die verbleibende Zeit zusammen und schäkerten viel, vor allem auf Französisch!

Zurück in Aÿ überraschten die beiden französischen Begleitlehrerinnen Mme Kaltenbronn und Mme Lindenbaum die Schülerinnen und Schüler mit kleinen Andenken an den Ausflug nach Reims. Für abends lud eine der Austauschhülerinnen alle zu sich nach Hause zu einer kleinen Party ein – worüber allgemeine Begeisterung herrschte.

Tag 6: Montag, 11. Dezember – Die Champagner-Stadt Ay

Nachdem die Schulbusse alle Schüler ausgespuckt hatten, machte sich die deutsch-französische Gruppe zum Rathaus auf, wo sie sehr freundlich vom stellvertretenden Bürgermeister und dem Vorstand des Partnerschftskomitees in Empfang genommen wurde. Nach einer kleinen Stärkung und dem obligatorischen Gruppenbild ging es für die Jugendlichen zur ersten Champagner-Unterweisung des Tages – in das „Maison du Champagne Collet-Cogevi“. Dort lernten sie die Geschichte des Champagners kennen, erfuhren, warum Champagner eine Art Markennamen ist und welche Entwicklungen dieses Luxusgut genommen hat.

Zum Mittagesse kehrten die Schülerinnen und Schüler ins Collège zurück, wo es in der Cantine zur Vorspeise entweder Gurken- oder Karottensalat gab. Außerdem konnte man zwischen Linsen mit Käsewurst oder Fisch-Kartoffelbrei wählen. Zum Nachtisch standen Bratäpfel oder Birnen mit Schokosoße bereit.

So gestärkt ging es ein weiteres Mal durch die kleine Stadt Ay zu einer der größten Champagner-Fabriken: „Bollinger“. Im Gegensatz zum Vortrag am Morgen, der vor allem den technischen Aspekt der Ernte und des Ausbaus anging, bekam die kleine Reisegruppe nun die Keller zu Gesicht. In sieben Kilometer langen Gängen lagern dort die unterschiedlichen Flaschen, die zu großen Teilen in Handarbeit betreut werden. Beeindruckt von der Masse und den vielen Arbeitsschritten, schätzten die Eleven im Anschluss die Präsente des Hauses Bollinger um so mehr.

Tag 4 + 5: Le week-end

Während des Wochenendes waren unsere Schülerinnen und Schüler in den Familien. Ein Großteil der Jugendlichen hatte sich für Samstagnachmittag zu einem Laserspiel verabredet. Die restliche Zeit verbrachten aber alle individuell. Einige gingen bereits am Freitagabend nach Epernay, der nächstgrößeren Stadt, in der am Wochenende die „Habits de Lumière“ stattfanden – ein Lichterfest mit Paraden, beleuchteten Häuserfassaden, einem Feuergarten, Lichtershows und natürlich mit einem großen Feuerwerk.

Mehrere Schülerinnen hatten sogar das Glück, mit ihrer Familie sonntags nach Paris fahren zu können, wo sie unter anderem über den Eiffelturm und die Champs Elysée staunen durften – am Samstag hätten sie aufgrund der Parade zu Ehern des Musikers Johnny Hallyday wenig von Paris gesehen. Andere berichteten beispielsweise von Minigolf bei Schwarzlicht und einem Ausflug nach Reims. Am Montag konnen glücklicherweise alle strahlend von ganz unterschiedlichen Erlebnissen erzählen. Das Notfalltelefon der Lehrer blieb stumm.

Tag 3: Freitag, 8. Dezember – Ausflug nach Metz

Unser erster Ausflugstag führte uns zusammen mit einer der Klassen des Collège auf halbem Wege zurück, nämlich nach Metz. Glücklicherweise schlossen sich pünktlich zu unserem Stadtrundgang die Schleusentore des Himmels, sodass wir trockenen Fußes zur Kathedrale gehen konnten. Das gothische Bauwerk beeindruckte bei grellem Sonnenschein vor allem durch seine Helligkeit und das wunderschöne Farbenspiel durch das bunte Fensterglas.

Da die Hinfahrt länger als gedacht gedauert hatte, blieb leider keine Zeit mehr für eine Stadtrallye, doch die deutsch-französische Reisegruppe konnte sich auf dem kleinen Weihnachtsmarkt oder auch in den Gassen der Großstadt mit Paninis, Crêpes oder anderen Leckereien verpflegen.

 

Danach ging es auch schon zum nächsten architektonischen Meisterwerk, dieses Mal des 21. Jahrhunderts: dem Centre Pompidou. In zwei Gruppen konnten wir die beeindruckende, außergewöhnliche Entwicklung japanischer Architektur und Kunst seit der Bombardierung Hiroshimas und Nagasakis nachverfolgen. Das Centre Pompidou in Metz ist eine Art Außenlager des weltberühmten Pariser Museums und bietet immer neue Ausstellungen zu besonderen Themen an. Unsere Schüler zeigten sich sehr beeindruckt und interessiert.

Schließlich freuten sie sich bereits auf die Rückfahrt, konnten sie dabei doch ihre Französisch- und Englischkenntnisse beim gemeinsamen Singen unter Beweis stellen. Zurück am Collège verabschiedeten sich alle ins Wochenende mit ganz unterschiedlichem Programm.

 

Tag 2: Donnerstag, 7. Dezember – Schultag

Pünktlich um 8.30 Uhr versammelten sich alle französischen Schüler und somit erstmals auch die Besigheimer Jugendlichen auf dem Pausenhof des Collège Yvette Lundy, um in Zweierreihen zur ersten Unterrichtsstunde anzutreten. In zwei unterschiedlichen Klassen waren die Austauschschüler untergebracht und erlebten so unter anderem Mathematik, konnten in Englisch glänzen, aber auch in Französisch sehr gut folgen. Im Deutschunterricht, zu dem Madame Kaltenbronn, die Deutschlehrerin des Collège, alle versammelt hatte, konnten die Partner sich durch gemeinsame Spiele noch besser kennenlernen und gegenseitig unterstützen.

Zu Mittag gab es in der Cantine endlich etwas zu trinken, aber natürlich auch zu essen. Drei Gänge später hatten die 22 Austauschschüler noch ein wenig Freizeit, bis der Nachmittagsunterricht um 14 Uhr wieder begann und bis 17 Uhr dauerte. Einige zeigten ihr Können in der Turnhalle – wo ein großer Parkour zum Turnen einlud. Bei kaltem, regnerischem Wetter ging es danach meist mit dem Bus wieder „heim“ in die Familien.

Im Gespräch mit ihren Schützlingen konnten Frau Wieser und Frau Pschierer feststellen, dass alle bisher von ganz unterschiedlichen, doch vor allem positiven Erlebnisse zu berichten wussten. Einige wünschten sich bereits, noch häufiger am Unterricht teilnehmen zu können. Mal schauen, ob das gelingen kann.

Tag 1: Nikolaus

Mit dem „VIP-Shuttle“ machte sich eine kleine, feine Gruppe aufgeregter Besigheimer Schüler auf den Weg in die Champagne, in die Partnerstadt Aÿ. Entlang des Rheins ging es Richtung Norden, über Metz und Reims gelangten die elf Achtklässler in Begleitung von Frau Wieser und Frau Pschierer ans Ziel. Vor Ort wartete eine gleichfalls aufgeregte kleine Gruppe bereits vor dem Collège. Nach neugierigen Blickkontakten wurden die obligatorischen Küsschen ausgetauscht und schnell waren die ersten Hürden genommen. Beim Empfang in der Kantine musste sich Schulleiterin Mme Bonnet bereits Gehör verschaffen, da die Jugendlichen in Plauderstimmung waren. Nach dem kurzen Kennenlernen wurden die Austauschpartner von ihren Eltern abgeholt, um den ersten Abend „en famille“ zu verbringen. Alle Beteiligten freuen sich auf eine spannende Woche voller Erlebnisse…

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