Weihnachtsgroove, yeah!

Weihnachtliche Stimmung breitete sich vergangenen Freitagabend in der Besigheimer Stadtkirche aus, als 210 Schüler des Christoph-Schrempf-Gymnasiums beim Adventskonzert musizierten. Unter dem Motto „Es leuchtet uns ein heller Stern“ brachten sie altbekannte Melodien, aber auch seltenere Kleinode zu Gehör. Das zahlreiche Publikum dankte es ihnen mit begeistertem Applaus.

Als die Kirchenglocken verstummten und Ruhe einkehrte begrüßten Mitglieder der Rhetorik-AG die Gäste und luden sie ein, die durch das Konzert entstehende Auszeit zu genießen. So konnten die Zuhörer gleich zu Beginn den hellen Tönen der Jüngsten lauschen, die mit ihren Flöten, Geigen und Celli nach nur zwei Monaten Übung bereits einen tollen Auftritt hinlegten. Anschließend lockten die Sechstklässler mit ihrer Lehrerin Sabine Cantarutti den rotnasigen Rudolph in die Kirche und warfen am Ende des Stückes unter dem Jubel des Publikums ihre Nikolausmützen in die Luft. Schon befanden sich alle Anwesenden in einer amerikanischen Glitzerwelt zu Weihnachten – im „Winter Wonderland“ hörte man die Eiskristalle förmlich in der Kälte klirren, als die Small Band unter Leitung von Matthias Schupp aufspielte. Auch der Klassiker „Santa Claus is coming to town“ lud zum fröhlich tänzelnden Winterspaziergang ein.

Frenetischen Applaus erntete der Unterstufenchor, der mit seiner harmonischen Vielstimmigkeit überzeugte und bei Kirk Franklins „Hosanna“ den Rhythmus auf die Kirchenbänke überspringen ließ. Noah Weiß feuerte in seinem Solo die Mitschüler weiter an, noch lauter zu singen, noch mehr zu klatschen, sodass sich am Ende die Spannung in einem lauten „Yeah“ entlud.

Im Anschluss spielte das Orchester unter Leitung von Christiane Schwarze drei Tänze im alten Stil von Edvard Grieg. Die Rhetorik-AG verglich das Präludium mit einem vorantreibenden Perpetuum mobile und kündigte eine innige Air an. Sie zeigte sich dann auch wehmütig, warm und anschmiegsam, während der Rigaudon beschwingt wie mit kleinen, tippelnden Schritten voranging.

Zum raumgreifenden Höhepunkt des Abends versammelten sich der Mittel- und Oberstufenchor, die Klassen 8a und 10d sowie das Orchester, außerdem spielten Lea Luithle an der Orgel, Maren Zeleny am Bass und Levin Husmann am Schlagzeug. Gebündelt wurde diese Energie von Diana Leitmann, die Charles Gounods „Sanctus“ erklingen ließ. Zusammen brachten sie die ganze Kirche zum Vibrieren, die Stimmen füllten im Einklang mit den Instrumenten den Raum aus und waren im Körper zu spüren.

Nach Pinks „What about love“, das vom Mittel- und Oberstufenchor intoniert wurde, setzte die Big Band unter Leitung von Eva Beshay den krönenden Schlusspunkt. Festliche, hymnische Klänge wurden von rockiger Inszenierung abgelöst. Ein Boogie Woogie vollendete den Weihnachtsgroove des Abends. Das Publikum war begeistert. Bevor es auseinanderging, sangen alle noch „Stern über Bethlehem“ zu den Klängen der Orgel.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, natürlich aber vor allem bei den Verantwortlichen: den beiden Musikschullehrerinnen Dorothea Bonner und Mariola Pult, den Musiklehrern Christiane Schwarze, Sabine Cantarutti, Diana Leitmann, Eva Beshay und  Matthias Schupp sowie der Leiterin der Rhetorik-AG Katja Teufel-Pevny und dem Chef der Veranstaltungs-AG Ingo Maurer.

 

  

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