Beurlaubung / Entschuldigung

Jeder Schüler ist verpflichtet, den Unterricht und die übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule regel­mäßig und ordnungsgemäß zu besuchen. Der Schüler ist auch bei freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen so lange zur Teilnahme verpflichtet, als er nicht ordnungsgemäß abgemeldet ist. (§1 Schulbesuchsverordnung)

Ist ein Schüler aus zwingenden Gründen (z. B. Krankheit) am Schulbesuch verhindert, ist dies der Schule unter Angabe des Grundes und der voraussichtlichen Dauer der Verhinderung unverzüglich mitzuteilen (Entschuldigungspflicht). Auch bei fernmündlicher oder elektronischer Verständigung der Schule ist die schrift­liche Entschuldigung binnen einer Frist von drei Tagen vorzulegen.

Bei einer Krankheitsdauer von mehr als zehn Tagen kann der Klassenlehrer die Vorlage eines ärztlichen Zeug­nisses verlangen. Lassen sich bei auffällig häufigen Erkrankungen Zweifel an der Fähigkeit des Schülers, der Teilnahmepflicht gemäß §1 (Schulbesuchsverordnung) nachzukommen, auf andere Weise nicht ausräumen, kann der Schulleiter die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen. In diesen Fällen und unter den gleichen Voraussetzungen bei langen Erkrankungen kann der Schulleiter auch die Vorlage eines amtsärzt­lichen Zeugnisses verlangen.

Bei übertragbaren Krankheiten gelten die Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes.

Eine Befreiung von anderen Fächern als Sport oder verbindlichen Schulveranstaltungen ist nur in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich. Schüler werden vom Sportunterricht teilweise oder ganz befreit, wenn es ihr Gesundheitszustand erfordert. Auch diese Befreiung kann grundsätzlich nur auf rechtzeitigen schrift­lichen Antrag hin gewährt werden, es sei denn, die Teilnahme am Sportunterricht ist offensichtlich nicht mög­lich. Eine längere Befreiung bis zu sechs Monaten aufgrund gesundheitlicher Gründe erfordert die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses. Eine Befreiung über das Schuljahr hinaus ist nicht möglich. Der Klassenlehrer hat den Antrag evtl. mit ärztlichen Anlagen bis nach dem Zeugniskonvent aufzubewahren.

Eine Beurlaubung vom Besuch der Schule ist lediglich in besonders begründeten Ausnahmefällen und nur auf rechtzeitigen, vorherigen, schriftlichen Antrag möglich. Als Beurlaubungsgründe können u. a. anerkannt werden:

  • Kirchliche Veranstaltungen und Gedenktage (nach Anl. z. Schulbesuchsverordnung)
  • Heilkuren und Erholungsaufenthalte, von zuständigen medizinischen Dienststellen angeordnet
  • Teilnahme am internationalen Schüleraustausch
  • Teilnahme an „Politischen Tagen“ der Landeszentrale für politische Bildung (Klassen 10 bis 12)
  • Akive Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen und an Lehrgängen überregionaler Trainingszentren sowie entsprechender Veranstaltungen von Musik-, Gesangsvereinen, anerkannten Jugendverbänden und sozialen Diensten
  • Wichtige persönliche Gründe

Die Beurlaubung kann davon abhängig gemacht werden, dass der versäumte Unterricht ganz oder teilweise nachgeholt wird.

Zuständig für Beurlaubungen an bis zu zwei aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen ist der Klassenlehrer, darüber hinaus der Schulleiter.

Ergänzende Regelungen am CSG

  • Auch der Klassenlehrer kann in pflichtgemäßem Ermessen die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses ver­langen. Die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses ist nur nach Rücksprache mit dem, i. d. Regel durch den, Schulleiter zu verlangen.
  • Hat bei versäumten Klassenarbeiten ein Fachlehrer Zweifel an der Schulunfähigkeit, so kann auch er in diesen Fällen in Absprache mit dem Klassenlehrer die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangen.
  • Der Schulleiter wird eine Beurlaubung über mehr als zwei Tage nur aussprechen, wenn der Schüler im schriftlichen Antrag darlegt, dass er die Problematik von angesetzten Leistungsnachweisen mit dem jewei­ligen Fachlehrer gelöst hat. Der Antrag geht mit dem Vermerk des Schulleiters an den Klassenlehrer.
  • Befreiung von der Teilnahme am Sportunterricht ist nicht gleichbedeutend mit Befreiung von der Anwesenheitspflicht.
  • Sportbefreiungen in der ROS muss der Schüler unbedingt mit dem Jahrgangsstufen-Lehrer (Herrn Weise oder Herrn Leiprecht) besprechen damit erforderlichenfalls geeignete Ersatzkurse belegt werden können.
  • Abmeldung von Religion zu Beginn des Schuljahres im Sekretariat. Ab Klasse 7 ist das Ersatzfach Ethik zu besuchen. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 + 6, die weder der evangelischen noch der katholischen Kirche angehören, sind eingeladen am Religionsunterricht teilzunehmen. Mit deren bei der Anmeldung am CSG ausgesprochenen Anmeldung zum Religionsunterricht werden Sie aller Rechte und Pflichten teilhaftig (incl. Versetzungsrelevanz der erzielten Noten).
  • Schülern der Kursstufe kann unabhängig vom tatsächlichen Alter die Möglichkeit der Selbstentschuldigung über das „Entschuldigungsbuch“ eingeräumt werden, wenn die Eltern zu Beginn der Kursstufe diesem Verfahren zustimmen. Dieses Recht kann der Schulleiter bei Verdacht des Missbrauchs oder auf Bitten der Eltern widerrufen.

Bearbeitet Oktober 2012