Bilingualer Zug

Bilingualität bedeutet Zweisprachigkeit. Doch was können sich Kinder und Eltern unter bilingualem Unterricht vorstellen? Einhergehend mit der Globalisierung – gerade auch in der Berufswelt – ist es von Vorteil, differenziert, sicher und geläufig auf Englisch kommunizieren zu können. Erste Grundlagen können bereits im Jugendalter geschaffen werden. Für die Schule bedeutet dies, dass Englisch Unterrichtssprache in Sachfächern ist.

Was besagt dies ganz konkret? Am Christoph-Schrempf-Gymnasium haben alle Schüler in der fünften Klasse fünf Stunden Englisch. Eine weitere Stunde ermöglicht es den Lehrern, zusätzliche bilinguale Schwerpunkte zu setzen. Entscheidet sich ein sprachlich begabtes und interkulturell interessiertes Kind dann für den bilingualen Zug, hat es im Gegensatz zu Mitschülern in den Parallelklassen sechs statt nur vier Stunden Englisch in der sechsten Klasse. Die zwei zusätzlichen Stunden dienen der Vertiefung der Englischkenntnisse und der vorbereitenden Erarbeitung bilingualer Methoden.

Ab der siebten Klasse werden unterschiedliche Sachfächer auf Englisch unterrichtet. Dazu gibt es auf den Bildungsplan abgestimmte eigene Schulbücher und Arbeitsmaterialien. Dadurch wird sichergestellt, dass auch die Schüler dieses Zuges die Ziele des Fachunterrichtes erreichen.  Zunächst gilt dies für Erdkunde. In der achten Klasse haben die Schüler dann bilingualen Erdkunde- und Geschichtsunterricht. Ein Jahr später tritt mit dem  Fach Biologie eine Naturwissenschaft in den Fokus. Nachdem die Jugendlichen in Klassenstufe zehn gewechselt sind, wartet auf sie bilingualer Unterricht in Physik oder Biologie sowie in Wirtschaftslehre. Außerdem wird in der Jahrgangsstufe – also in Klasse elf – ein Seminarfach auf Englisch angeboten.

Natürlich bedeutet die Wahl des bilingualen Zuges auf der einen Seite einen Mehraufwand. Über die acht Jahre am Gymnasium verteilt stehen sechs zusätzliche Stunden für die Schüler an. Auf der anderen Seite steht ein großer Nutzen: Bilinguale Schüler vertiefen ihre fremdsprachliche Kompetenz und erwerben Fähigkeiten, die ihnen in Studium und Beruf Vorteile verschaffen. Der Umgang mit der Fremdsprachigkeit wird selbstverständlich, das Interesse an anderen Kulturen intensiviert sich. Außerdem erhalten die Schüler ein „Bilinguales Zertifikat Deutsch / Englisch“ zusätzlich zur Allgemeinen Hochschulreife.

Das Christoph-Schrempf-Gymnasium darf bereits ab dem kommenden Jahr den bilingualen Unterricht anbieten. Somit können die derzeitigen Fünftklässler wählen, ob sie ab dem nächsten Schuljahr den Sprung in den bilingualen Zug wagen wollen. Natürlich werden sie bei der Entscheidung von den Englischlehrern unterstützt. Alle Schüler haben die gleichen Möglichkeiten, unabhängig von ihren bisherigen Entscheidungen hinsichtlich der Fremdsprachenwahl oder der Streicherklasse. Mit der Entscheidung für diesen bilingualen Zug ist auch keine Einschränkung hinsichtlich der späteren Profilwahl verbunden.

Für alle Fünftklässler und ihre Eltern wird im Rahmen der Information zur Wahl der zweiten Fremdsprache am 22. Februar um 19 Uhr vor den Klassenpflegschaftssitzungen über den bilingualen Zug informiert. Der Elternwunsch wird dann mit der Fremdsprachenwahl an die Schule übermittelt, also nach dem Informationsabend. Danach ist noch eine individuelle Beratung möglich. Im Laufe der Schulpräsentation am 1. März werden alle Eltern der derzeitigen Viertklässler über diese neue Möglichkeit in Kenntnis gesetzt.

KlassenUnterricht
Klasse 5 (alle gleich)5 reguläre Englischstunden
+ 1 Differenzierungsstunde
Klasse 64 reguläre Englischstunden
Klasse 6 Bili+ 2 Englischstunden zur Vertiefung
Klasse 7 4 reguläre Englischstunden
Klasse 7 Bili+ 1 Vertiefungsstunde Englisch
+ 1 Sachfach: Erdkunde
Klasse 83 reguläre Englischstunden
Klasse 8 Bili+ 2 Sachfächer: Erdkunde und Geschichte
Klasse 93 reguläre Englischstunden
Klasse 9 Bili+ 1 Sachfach: Biologie
Klasse 103 reguläre Englischstunden
Klasse 10 Bili+ 1 Naturwissenschaft: Physik oder Biologie
+ 1 weiteres Sachfach: Wirtschaft
JS 1 + JS 2Bilinguales Seminarfach