FAQ Bilinguales Profil und Stahlsche Methode

Die Stahlsche Methode

Warum ist Englisch an unserer Schule so wichtig?

Englisch ist heute eine internationale Verkehrssprache und eröffnet Kindern viele Bildungs- und Zukunftschancen. Neben dem reinen Spracherwerb ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, offen, respektvoll und sicher mit Menschen aus anderen Kulturen zu kommunizieren.

Die Stahlsche Methode unterstützt genau diese Ziele und fördert von Anfang an die aktive Nutzung der Sprache.

Warum hat sich die Schule für die Stahlsche Methode entschieden?

Die Entscheidung für die Stahlsche Methode ist aus dem Wunsch nach einem zeitgemäßen, schülergerechten und motivierenden Englischunterricht entstanden.

Erfahrungen haben gezeigt, dass Kinder zwar oft Vokabeln lernen, diese aber im Gespräch nicht sicher anwenden können. Die Stahlsche Methode setzt genau hier an:
Sie hilft den Kindern, Englisch sinnvoll, flüssig und mit Freude zu sprechen – von Beginn an.

Was ist die Stahlsche Methode – einfach erklärt?

Die Stahlsche Methode orientiert sich daran, wie Kinder ihre Muttersprache lernen:

  • durch Hören
  • durch Verstehen von Zusammenhängen
  • durch häufige Wiederholung in sinnvollen Situationen

Statt einzelne Wörter oder Grammatikregeln auswendig zu lernen, erwerben die Kinder ganze sprachliche Bausteine, die sie direkt im Alltag nutzen können.

Warum lernen die Kinder mit Reimen und Geschichten?

Reime und rhythmische Texte helfen dem Gehirn besonders gut beim Lernen:

  • Sprache bleibt länger im Langzeitgedächtnis
  • Wörter und Satzstrukturen werden sicherer abgerufen
  • Lernen macht mehr Spaß und wirkt weniger anstrengend

Die Reime sind immer in alltagsnahen Situationen eingebettet (z. B. Freizeit, Schule, Familie, Hobbys).

Sprechen die Kinder dann dauerhaft in Reimen?

Nein.
Die Reime dienen ausschließlich dem Lernen und Verinnerlichen der Sprache.
Schon sehr früh werden die Inhalte:

  • in normalen Gesprächen
  • in Rollenspielen
  • beim Erzählen und Schreiben

angewendet. Ziel ist freies, natürliches Sprechen, nicht das Aufsagen von Reimen.

Wie lernen die Kinder Grammatik?

Grammatik wird zunächst intuitiv gelernt – ähnlich wie bei der Muttersprache.

Die Kinder hören und verwenden viele korrekte englische Sätze. Dadurch erkennt das Gehirn automatisch sprachliche Muster.
Die Grammatikregeln werden später erklärt, wenn die Kinder sie bereits sicher anwenden können.

Das nimmt Druck, vermeidet Überforderung und führt zu nachhaltigem Lernen.

Welche Vorteile hat die Stahlsche Methode für mein Kind?

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Ihr Kind kann ab der ersten Stunde Englisch sprechen
  • schnelle Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen
  • weniger Angst vor Fehlern
  • kein isoliertes Vokabellernen
  • besseres Hör- und Leseverstehen
  • nachhaltiger Lernerfolg

Viele Kinder erleben Englisch dadurch als lebendige Sprache und nicht als reines Schulfach.

Ist die Methode für alle Kinder geeignet?

Ja. Die Stahlsche Methode ist selbstdifferenzierend:

  • Schwächere Kinder gewinnen Sicherheit durch feste Satzbausteine
  • Stärkere Kinder können kreativ erweitern und variieren

Jedes Kind lernt im eigenen Tempo und auf seinem individuellen Niveau.

Muss mein Kind trotzdem lernen und üben?

Ja. Auch diese Methode erfordert:

  • regelmäßiges Üben
  • Zuhören
  • Mitarbeit im Unterricht

Der Unterschied:
Das Lernen ist sinnvoll, abwechslungsreich und nachhaltig – nicht reines Auswendiglernen.

Wie können Eltern ihr Kind unterstützen?

Eltern können viel bewirken, indem sie:

  • ihr Kind ermutigen, die Reime regelmäßig anzuhören
  • Interesse zeigen („Was habt ihr heute gelernt?“)
  • Geduld haben und Fehler zulassen
  • positives Feedback geben

Perfektion ist nicht das Ziel – Freude an der Sprache schon.

Das Bilinguale Profil Englisch

Was bedeutet „bilinguales Profil“?

Bilingualität bedeutet Zweisprachigkeit. Im bilingualen Profil werden ab Klasse 7 ausgewählte Sachfächer nicht auf Deutsch, sondern auf Englisch unterrichtet. Englisch ist dabei die Unterrichtssprache, während die fachlichen Inhalte den regulären Bildungsplanstandards entsprechen.

Warum gibt es bilingualen Unterricht?

In einer globalisierten Welt entwickelt sich Englisch zu einem universellen Kommunikationsmittel. Gute Englischkenntnisse sind sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben von großer Bedeutung. Der bilinguale Unterricht fördert eine sichere, differenzierte Sprachverwendung und verbessert damit langfristig die Bildungs- und Berufschancen.

Wie ist das bilinguale Profil in den Klassen 5 und 6 organisiert?

In den Klassen 5 und 6 erhalten Schülerinnen und Schüler zusätzlichen Englischunterricht. In Klasse 5 sind es insgesamt fünf statt vier Englischstunden, in Klasse 6 sechs statt vier Stunden. Diese zusätzlichen Stunden dienen der Vertiefung der Sprachkenntnisse und der Vorbereitung auf den bilingualen Sachfachunterricht ab Klasse 7.

Welche Fächer werden ab Klasse 7 bilingual unterrichtet?

Ab Klasse 7 werden schrittweise verschiedene Sachfächer auf Englisch unterrichtet (siehe Übersicht ganz unten)  Für die Kursstufe wird ein bilinguales Seminarfach angeboten. Im bilingualen Unterricht wird das jeweilige Sachfach mit einer zusätzlichen Wochenstunde unterrichtet, sodass beispielsweise Geschichte nicht zwei, sondern drei Stunden pro Woche erteilt wird

Gibt es spezielle Unterrichtsmaterialien für den bilingualen Unterricht?

Ja. Der bilinguale Unterricht arbeitet mit auf den Bildungsplan abgestimmten Schulbüchern und Materialien, die speziell für den bilingualen Sachfachunterricht entwickelt wurden.

Wer kann das bilinguale Profil wählen?

Die Entscheidung treffen Eltern und Kinder gemeinsam bei der Anmeldung in Klasse 5. Das bilinguale Profil richtet sich an leistungsfähige und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler mit Interesse und Freude an der englischen Sprache. Voraussetzung ist die Note „gut“ (Note 2) in Deutsch und Mathematik im Halbjahreszeugnis der Klasse 4.

Sind besondere Englischvorkenntnisse erforderlich?

Nein. Spezielle Englischvorkenntnisse aus der Grundschule werden nicht erwartet. Wichtig sind Motivation, Interesse an der Fremdsprache und die Bereitschaft, sich auf den Mehraufwand einzulassen.

Kann man später in das bilinguale Profil wechseln?

Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, sofern ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und die Leistungserwartungen erfüllt werden. Die Entscheidung darüber trifft die Schule. Für Quereinsteiger, etwa nach einem längeren Aufenthalt im englischsprachigen Ausland, kann auch ein späterer Einstieg möglich sein.

Hat das bilinguale Profil Einfluss auf spätere Profilwahlen?

Nein. Die Wahl des bilingualen Profils schränkt spätere Entscheidungen nicht ein. Alle Schülerinnen und Schüler haben weiterhin die Möglichkeit, ein naturwissenschaftliches oder sprachliches Profil (z. B. Italienisch als dritte Fremdsprache) zu wählen.

Gibt es Nachteile oder Risiken im bilingualen Profil?

Ein möglicher Nachteil ist die zeitliche Mehrbelastung von ein bis zwei Stunden pro Woche. Sollte sich zeigen, dass die Belastung zu hoch ist, kann in der Regel zum Schuljahresende ein Profilwechsel erfolgen.

Leidet die fachliche Qualität der Sachfächer unter dem Englischunterricht?

Nein. Es gelten dieselben Bildungsstandards wie im deutschsprachigen Unterricht. Die Fachbegriffe werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch vermittelt. Bei Bedarf kann zur Sicherung des fachlichen Verständnisses auch Deutsch verwendet werden.

Wer unterrichtet die bilingualen Sachfächer?

Die bilingualen Sachfächer werden von Fachlehrkräften unterrichtet, die sowohl die Lehrbefähigung für das jeweilige Sachfach als auch für Englisch besitzen.

Welche Zertifikate können erworben werden?

Schülerinnen und Schüler können das bilinguale Profil zum Eintritt in die Kursstufe beenden. In diesem Fall wird kein bilinguales Abiturzertifikat vergeben, aber eine Bescheinigung über die Teilnahme am bilingualen Profil von Klasse 5 bis 11 im Zeugnis.